Wenn das Schicksal Verspätung hat – Warum ihr „Unsere Zeit ist immer“ unbedingt lesen (und nicht nur schauen) müsst
Stellt euch vor, ihr werdet am ersten Tag eines neuen Jahrzehnts geboren, doch anstatt als „Glückskind“ gefeiert zu werden, scheint das Pech euer ständiger Begleiter zu sein. Genau so fühlt sich Minnie Cooper. Seit 30 Jahren ist ihr Geburtstag ein Garant für Desaster. Warum? Weil ein gewisser Quinn Hamilton ihr angeblich vor 30 Jahren im Kreißsaal die Show (und das Glück) gestohlen hat.
Ich habe vor Kurzem „Unsere Zeit ist immer“ von Sophie Cousens gelesen und war sofort verzaubert. Es ist so viel mehr als eine klassische Liebesgeschichte – es ist eine Liebeserklärung an das Leben mit all seinen unperfekten Momenten.
Darum geht’s
Minnie und Quinn wurden im selben Krankenhaus geboren, nur eine Minute auseinander. Während Quinn ein Leben auf der Sonnenseite führt, kämpft Minnie mit ihrem kleinen Catering-Unternehmen und einer endlosen Pechsträhne. Als sie sich an ihrem 30. Geburtstag zufällig begegnen, beginnt eine Reise durch die Zeit.
In Rückblenden erfahren wir, wie oft sich ihre Wege in den vergangenen Silvesternächten fast gekreuzt hätten – und wir fragen uns: Ist unser Glück vorbestimmt oder nehmen wir es selbst in die Hand?
Warum dieses Buch ein Herzensöffner ist
Was Sophie Cousens hier schafft, ist eine wunderbare Balance zwischen britischem Humor und echter emotionaler Tiefe.
Minnie ist eine Heldin zum Anfassen: Ihre Unsicherheiten und ihr Kampf, sich selbst treu zu bleiben, sind unglaublich nahbar.
Der „Slow Burn“: Die Beziehung zwischen ihr und Quinn entwickelt sich wunderbar langsam. Man spürt das Knistern, aber auch die Freundschaft, die zwischen ihnen wächst.
Die Botschaft: Das Buch erinnert uns daran, dass wir nicht die Opfer unserer Umstände sein müssen.
Buch vs. Film: Ein kleiner Wehrmutstropfen
Ich muss ehrlich sein: Nachdem ich das Buch so geliebt habe, hat mich die Verfilmung leider enttäuscht. Während das Buch sich Zeit für die Zwischentöne nimmt und die Atmosphäre Londons im Winter förmlich spüren lässt, wirkte der Film auf mich etwas flach. Die Magie, die zwischen den Zeilen des Buches schwebt – dieser ganz besondere Charme der Rückblicke –, kam auf der Leinwand für mich einfach nicht so rüber. Das Kopfkino, das Sophie Cousens mit ihren Worten auslöst, ist in diesem Fall durch nichts zu ersetzen.
Mein Fazit
„Unsere Zeit ist immer“ ist das perfekte Buch für alle, die Geschichten wie Tatsächlich… Liebe oder One Day mögen. Es ist warm, witzig und klug. Falls ihr den Film gesehen habt und unschlüssig seid: Greift zum Buch! Es ist die Tiefe und die Liebe zum Detail, die diese Geschichte erst zu dem macht, was sie ist.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5 von 5 Sternen)
